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Dönitz: Jodl wird Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, 1945-05-13

Den 13. Mai 1945

Der oberste Befehlshaber der Wehrmacht
(Großadmiral Dönitz)

Funkspruch:

an

  1. OKL, Generalmajor Christian (durch Kurier)
  2. OKM/Skl, Admiral Meisel.
  3. Ob.Süd, Generalfeldmarschall Kesselring, zur Weitergabe an unterstellte Heeresgruppen und Armeen.
  4. Ob.Nordwest, Generalfeldmarschall Busch.
  5. W.B. Norwegen.

Ich habe den Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generaloberst Jodl, unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht beauftragt.

Verteiler:

Adj.Großadmiral
Lt.Minister (Reichsaußenminister) mit der Bitte um Unterrichtung der Reichsregierung.
Chef WFSt
Chef Fü.Gr.
Chefgr. (Oberst Polek)
Op (H)
Op (L)
Op (M)

Dönitz: Jodl nimmt Geschäfte des Oberkommandos der Wehrmacht wahr

Dönitz: Jodl nimmt Geschäfte des Oberkommandos der Wehrmacht wahr

OKW: Tagesbericht am 1945-04-28

Berlin, 28.4.45

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Unsere Truppen an der Elbe kehrten dem Feind den Rücken und griffen nach Osten an. Vom Norden konnte der Feind in Charlottenburg eindringen und vom Süden in Tempelhof. Am Halleschen Tor und Alexanderplatz beginnt der Kampf um den Stadtkern. Die Ost-West Achse liegt unter schwerem feindlichen Feuer. Trotzdem wurden Eingreifreserven, Munition und Verpflegung gelandet.

Die 9. Armee kämpft sich südlich Königswusterhausen nach Nordwesten zurück. die Linie Brandenburg-Rathenow-Kremmen hält allen Angriffen stand.

Regensburg und Ingolstadt gingen verloren. Auf der Linie Dillingen-Ulm stößt der Feind weiter nach Süden vor.

In Italien setzten sich unsere Truppen auf das Westufer des Po und des Tessin ab.

Bei Brünn griff der Feind mit starken Kräften an.

Da bei Meißen die Verbindung mit den Westmächten hergestellt ist, griffen unsere Truppen nach Norden an.

Bei Prenzlau gelangen den Bolschewisten unter starkem Artillerie und Schlachtfliegereinsatz tiefe Einbrüche.

Bremen hält, auf den Nordostteil der Stadt zusammengedrängt, den feindlichen Angriffen stand.

Da bei Meißen (Anm. d. Red.: Strehla, 25.04.1945) die Verbindung mit den Westmächten hergestellt ist, griffen unsere Truppen nach Norden an.